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Es bedeutet großer Lärm, Krawall, Wirbel, Aufruhr, übertriebenes Getue.
Eva Mayer
Das Wort stammt von jiddisch beholo (= Schrecken, Lärm) ab. RS
Bambule, die

Ich übernehme die Patenschaft für das Wort "Bambule" (= Radau, laut vorgetragener Protest, Unruhe). Dieses im Französischen noch geläufige Wort (la bamboula) ist in der deutschen Sprache sehr bedroht.
Cyrille Walser
Banahaufn

... ein unglaublich schönes Wortbild für die aktuelle Model-Figur.
Brigitta Knotek
Bartwisch

Bartwisch = kleiner Handbesen.
Andreas Hanicak
Bassena

"Bassena" (das "Wasserbecken") bitte noch aufnehmen.
Andreas Priglhuber
Wird wohl in der Zusammensetzung "Bessenatratsch" überleben. RS
Batzenlippel

Hiermit möchte ich die Patenschaft für den "Lüppel" (ungeschickter Mensch) und den "Botznlüppel\" (ein ungeschickter Mensch, der sich beim Essen obotzt) übernehmen. Diese Wörter habe ich noch von meinem Großvater im Innviertel gehört.
Sascha
In Österreich und Bayern ist "Lippel" als Ausdruck für "ungeschickter, grobschlächtiger Mensch", "Rüpel", "Lümmel" einmal recht weit verbreitet gewesen, oft auch in der Form "Lüppel", vielleicht in Anlehnung an "Rüpel". Ursprünglich ist "Lippel" eine Koseform zu "Philipp" - daher die Eintragung unter "Lippel". Das Verbum "sich anpatzen" ist auch nur in Österreich und Bayern in Gebrauch (weiter nördlich: "sich bekleckern". RS
Beuschelreißer

... sehr starke meist filterlose Zigarette oder auch Zigarre, die man nicht wirklich verträgt. Ägyptische, 3. Sorte, Smart, Hobby, Virginier, Anatol ... Was gab es da noch alles? Ach ja, es gab sogar eine Sorte, in der Cannabis enthalten war. Wie hießen die? Weiß das noch wer? Im Volksmund ägyptisches Rauschmittel und im 19. Jahrhundert noch volllommen legal ... O tempora, o mores!
Andreas Hanicak
Bissgurn

Bissgurn
... das ist eine bissige, zänkische Frau.
Andrea
Geht vermutlich auf "Gurre" (= Stute, altes Pferd, im Mittelalter auch: kampfunfähiges Pferd) zurück. Gemeint ist eine alte bissige Frau. RS
Bledern

Hauptwort: Aufsatz auf der Sense zum Getreidemähen, auch Wachler genannt.
Franz Bischinger
Blitzgneißer

Blitzgneißer verwende ich gern, vor allem in der Straßenbahn, wenn jemand das Aussteigen "verschläft".
Brigitte
Jemand der etwas schnell begreift, oft auch ironisch im Sinn von "behebiger, langsamer Mensch". RS
Blunz(e)n

Ich mag das Wort "Blunzn" gern - weiß nicht, ob es als bedroht gewertet werden muss. Es gibt die "blöde Blunzn", die normale "Blunzn" (dicke Person) und das "Blunzerl" (= wohlgenährtes Kind), wobei Letzteres bei den Großeltern noch als Kompliment galt, weil dicke Kinder als schön angesehen wurden.
Liebe Grüße und danke für diese wunderbare und wichtige Internet-Seite.
Susanna Liebermann
Blunzenstricker

Ich übernehm die Patenschaft fürs Wort "Blunznstricker". Wie ich es zum ersten Mal ghört hab hab ich gleich am Klang erkannt was es heißt.
Georg Effenberg
Bramburi

Bramburi steht für Erdapfel
Hannes
Eine Verballhornung zu Brandenburg oder Brandenburger, das Wort findet sich in ähnlicher Form auch im Tschechischen. Vermutlich sind die ersten Erdäpfel aus Brandenburg gekommen. RS
Bras(s)etl, Braslet

Armband, Armreif: Frau freut sich, wenn sie ein Brasetl bekommt.
Renate Pistek
Bub

Auch dieses Wort verschwindet, verdrängt durch den "Jungen" oder "die Jungs".
Thomas Neumeister-Macek
Buschkawettl

Ich beantrage die Patenschaft für das Wort "Buschkawettl" ... womit ein Blumenstrauß gemeint ist. Verschwindet leider immer mehr aus dem Wiener Sprachgebrauch! Weiters fallen mir mindestens 10 nicht aufgeführte Wörter ein, die auch eine Patenschaft benötigen.
Budweiser
"Das Buschkawettl" ist eine Wortmischung aus franz. bouquet und "Buschen".
baba

baba
Hiemit erkläre ich öffentlich, bei Verabschiedungen das liebenswerte "Baba" zu verwenden.
Barbara
bagschierlich

Das im Vorwort des "Kleinen Handbuchs bedrohter Wörter Österreichs" angeführte "bagschierlich" ist in der Tat vorm Aussterben.
Ich hab vor kurzem über eine junge Frau gesprochen und gesagt: "Die ist aber bagschierlich!" Die Frau hat zufällig mitgehört und wollte wissen, was das bedeutet.
Ich kenn auch kein brauchbares Äquivalent: Knackig? Arrgh! Knuddelig? Arrgh!
Da sieht man, dass die Mundart Ausdrucksmöglichkeiten hat, die es in der Standardsprache gar nicht gibt.
Rosy
ballestern

Das Wort "ballestern" ist viel schöner als "kicken".
Norbert
betucht

Das bedeutet soviel wie wohlhabend, vermögend. Ich habe eine Liste mit jiddischen Ausdrücken einem Kreis von Bekannten vorgelegt, die älter als 50 sind (und alle Ausdrücke kannten) und einer Gruppe von Terminologiestudenten an der Universität Wien. "Betucht" kannte keiner der Studenten, ein Mädchen kannte "meschugge", ein anders "Zores".
Dr. Annelies Glander
"Betucht" hat übrigens nichts mit "Tuch" zu tun: Es kommt von batuach (= sicher). Wer betucht ist, ist also im ursprünglichen Sinn kreditfähig. RS
bledern

Das Wort "bledern" (= schnell fahren) ist laut meiner Mutter in den 50er Jahren auch für betrinken verwendet worden ("bledern gehen"). Außerdem hat man auch "in die Hose bledern" gesagt.
Anton Knoll
Das Wort hat viele Bedeutungen. Maria Hornung beschreibt den Ausdruck im "Wörterbuch des Wienerischen" recht gut mit "schnelle und geräuschvolle Bewegungen machen wie flattern, schießen, stoßen, schlagen, laufen, fahren". RS
... und jetz wirds gschert (hoppla, das ist ein eigener eintrag: gschert - rustikal, "tiaf"): "bledern" kenn ich auch in der bedeutung "koitieren" ...
Peter Koller
budern

... Geschlechtsverkehr haben. Früher wurde mit Holzgeräten (Butterfaß und Butterstößel) Butter erzeugt. Dies geschah mit einer Auf- und Abbewegung im Butterfaß, woraus sich der Vergleich mit dem Gechlechtsverkehr entwickelte.
Budern sagt leider heute kaum noch jemand, aber ich finde es ebenso nett und liebenswürdig wie z. B. titschkerln ... Unbedingt schützenswert!
Andreas Hanicak
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