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Wer braucht schon Accessoires, wenn er auch Galanteriewaren haben kann? Ich finde die antiquierte Bezeichnung für modisches Schmuckwerk viel charmanter und übernehme voll Freude die Patenschaft.
Melanie Laibl
Gankerl

Gankerl, auch Gangerl, das: kleines lebhaftes Kind. Schon 40 Jahre nicht mehr gehört!
Andreas Hanicak
Ganove

Ganove = Dieb, Betrüger, Spitzbub.
Dr. Annelies Glander
Aus dem Plural des rotwelschen Wortes "Ganeff" rückgebildet. "Ganeff" geht letzlich zurück auf hebräisch gannav = Dieb. RS
Gelse

Ich mag die Werbung mit "Mücke" nicht. "Gelse" bitte!
Marco
Gfrast

"Gfrast" - de Patenschaft fia des Woat wüad i gean mein Bruada zum Gebuatstog schenkn!
Glös
Es bedeutet "schlechte Frau", "schlimmes Kind", Mehrzahl Gfraster. Der Ausdruck geht zurück auf mittelhochdeutsch gefräße (= Schlemmerei, Fresserei, Lust). RS
Gießamper

Um an "Giaßampa" wiad ma gschickt, wenn man eine Gießkanne holen soll. Danke Oma!
Sil4
Das Wort "Amper" geht auf griechisch-lateinisch amphore zurück. RS
Gigara

Der "Gigara" - das Pferd, ebenfalls ein Wort, von dem ich glaube, dass es vom Aussterben bedroht ist.
Kurt Dorner
Gigara (Pferd, Pferdefleischhauer) gibt lautmalend das Wiehern eines Pferdes wieder. RS
Gitschn

Bei uns in Tirol gibt es sehr viele Wörter, die vom Aussterben bedroht sind. Ich denke da grad an die aus dem Zillertal stammende "Gitschn" (= junges Mädchen).
Franz
Grant

Grant (adj. grantig) ist es, was mich packt wenn ich sehe was aus unserer Sprache wird.
Herbert
Gred

Eine Gred. So nannte mein OÖ Großvater den gepflasteren Weg von der Haustür zum Gartentürl, sowie den gepflasteren Weg rund um das Haus.
Ich hörte, das Wort kommt von lateinisch gradus = Stufe.
Hans Hecht
Groikerl, das

morgendlicher Rest von "Traumsand" im Augenwinkel.
Eveline Fritsch
Bei Johann Andreas Schmeller (Bayerisches Wörterbuch) als Groikarl = Schleim in den Augenwinkeln, wenn er trocken geworden ist (verwandt mit Grieben). Ich kenne es im Wienerischen als Griekerl. RS
Gschaftler

Gschaftler, Gschaftlhuber oder auch als Verb "gschafteln" für jemanden der sich wichtigmacht bzw. für wichtigmachen.
Dominik Meggeneder
Gschamsterer

Bezeichnung für den Freund eines Mädchens
Heinrich Pawlicek
Gschisti-Gschasti

Gschisti-Gschasti, etwas Aufgebauschtes, was in Wirklichkeit ganz einfach ist.
Andrea Walter
Maria Hornung schreibt in ihrem Wörterbuch des Wienerischen: unnötige Geschäftigkeit, Getue. Da klingt vermutlich "gschissen" und "Gschichtn" durch, aber "Gschisti" allein wär ja nicht lustig. So ist eine i-a-Verbindung entstanden, wie in "Schnick-Schnack" oder "wischi-waschi". RS
Gschmierter

Geschmierter: Polizist ... ein Ausdruck der aufgrund der aktuellen Situation bei der Wiener Polizei eine Renaissance erleben dürfte.
Herbert
Gschrappen

Die Gschrappen (sprich a wie o) bedeutet Kinder,
auch dieses Wort gerät in Vergessenheit.
Kurt Dorner
In Tirol bedeutet "Gschrapp" soviel wie "zerbröckeltes Gestein auf Wegen", wir können also von einer Grundbedeutung "kleiner Brocken" ausgehen. Die Deutschen sagen "Krümel" (= Brösel), ein ähnlicher Gedanke. RS
Gspritzter

... nicht nur der bessere Begriff statt "Weinschorle". Ich meine die Bezeichnung für eine Person, die gespreizt, überheblich, künstlich und unnatürlich wirkt und auftritt.
Andreas Hanicak
Gspusi

Ich würde gerne Gspusi schützen, weil viele "außereheliches Verhältnis" dazu sagen.
Nadine Kessler
Kommt von italienisch sposa (= Braut). RS
Gsturi

... wenn eine arbeit hint und vorn feiglt und bärt, dann hat ma a gsturi beinand: (fast) aussichtslose schwierigkeiten.
Peter Koller
Bedeutung: Aufsehen, Getue, Mühe, Umstände, Gedränge, "mach keine Gsturi" (= mach keine Geschichten). RS
Gugelhupf

Heute kommen die an bestimmten Krankheiten leidenden Menschen auf die Baumgartner Höhe, früher sind sie im Gugelhupf gelandet.
H. Tiefenbacher
"Gugelhupf" ist im wörtlichen Sinn eine Mehlspeis (in D Napfkuchen), im übertragenen Sinn ein Ausdruck für "Narrenhaus": Die unter Kaiser Joseph II. erbaute österreichische Irrenanstalt im Allgemeinen Krankenhaus hatte die Form eines Gugelhupfs. "Guglhupf" lautet der Titel eines Kabarett-Programms von Lore Krainer (jeden Sonntag um 9.30 Uhr auf Ö 1). RS
Gugerschecken (Guckerschecken)

"Gugerschecken" - so hießen bei meiner Mutter die "Sommersprossen".
Hanni Reinertz
Guglhupf

Ehrlich, wie klingt denn bitte Marmornapfkuchen? Wer will schon einen Napfkuchen, wenn er einen Guglhupf haben kann? Schützt den Guglhupf!
Babsi
Gurkerl

Ballschuss durch die Beine, in D: Tunnel
Michael
Gwascht

... das sind mehrere größere Wasserlacken, zum Beispiel am Gang bei der Bassena, wenn Wasser verschüttet wurde.
Hans Loy
Gwirks(t)

Gwirks und Gfrett. Sehr schöne Wörter für alles, was nicht "rund" läuft!
Eva
Gwirks(t) heißt "schwierige Lage", "Durcheinander". RS
gatschen

1) tratschen 2) jemanden verpetzen 3) sich schnatternd und für andere störend unterhalten
Andreas Hanicak
gaustern

Ich beantrage die Patenschaft für das Wort "gaustern" (= hudeln, etwas hektisch erledigen, sich beeilen).
Alois Eder
Beispielsatz: "Was gaustert denn a so, lass dir Zeit!" Ein "Gausterer" ist ein Hektiker. Der Ausdruck "gaustern" dürfte vor allem in Wien, Niederösterreich und Oberösterreich in Gebrauch sein. Oder auch anderswo? RS
gerissen

Also ich kenne aus Wien den gerissenen Hund = abgefeimter Gauner.
Herbert
gerissen

"Ma, is des grissn!", "Ma, is der grissn!" Schwer zu übersetzen. Am ehesten mit "süß", "knuddelig". Kann als Eigenschaft von Personen, aber auch Handlungen verwendet werden.
Kathrin
Zu Kathrins "grissn" - wird in Wien eher als "seltsam, ungewöhnlich" verstanden - hat mit dem Hochdeutschen "gerissen" (i. e. "abgefeimt") nichts zu tun.
Emmerich
Im gesamten dt. Sprachraum hat "gerissen" die Bedeutung "abgefeimt", "durchtrieben". Das "Wörterbuch der Wiener Mundart" von Maria Hornung hat sowohl "lustig" (entspricht den von Kathrin genannten Verwendungen) sowie "seltsam" (von Emmerich genannt). RS
graupert

Tolles Wort - Bedeutung: nicht gekämmt.
Bettina
Auch laut Österreichischem Wörterbuch: zerzaust, schäbig. RS
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