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Haberer

Haberer, der, auch Hawara: guter Freund. "Da Jesus und seine Hawara".

Andreas Hanicak

Der Ausdruck geht auf jiddisch chawer (= Genosse) zurück. RS

Hangerl

Ich würde gerne die Patenschaft für "Hangerl" (= Geschirrtuch) übernehmen. Heute nimmt man eher eine Küchenrolle zum Abwischen ...

Barbara Seyrlehner

Heckenklescher

schlechter, billiger Wein

Michael Nissel

Hetschepetsch

Hedschibedschi - vor kurzem von meinem großvater verwendeter, ur-wiener ausdruck für hagebutten.

Angelika Elgert

"Hetsche" ist das Ausgangswort - dann scherzhafte Verdoppelung, wobei im Anlaut statt h das b verwendet wird. Gute Schriftform wäre Hetschepetsch. Auch: Hetscherl. RS

Hirnpreller

Der "Hirnpreller" stirbt zwar nicht aus, aber das Wort ist bedroht.

Hans Werner Sokop

Bitte bei den Einsendungen immer auch die Bedeutungen dazuschreiben! Was den "Hirnpreller" anlangt, habe ich folgende Vermutung: "der hat einen Hirnpreller" (= der ist nicht ganz bei Trost), offensichtlich nach dem Gedanken, dass jemand "mit dem Kopf irgendwo angestoßen ist". Der Ausdruck scheint aber auch mit der Bedeutung "Wein, der Kopfschmerzen verursacht" verwendet zu werden. RS

Hundling

... oft anerkennend-scherzhaft für einen wagemutigen, gelegentlich auch etwas unredlichen mann.

Peter Koller

Hutschnur

Huatschnua: Das geht mir über die Huatschnua = das nervt mich, das ist zuviel

Hertha

Hutschnur, früher: Schnur, die die Hutweide umspannt hat. RS

Häfen

Dieses Wort ist in beiden Bedeutungen bedroht, einerseits bedeutet es "Gefängnis", andererseits kann man es auch für "Topf" verwenden.

Manuel

Häuseltschick

Ist meiner Meinung nach ein viel zu selten verwendetes Wort. Da ich es sowieso ständig verwende, erkläre ich mich gerne bereit, Pate zu sein. :D

Bekannt vor allem in der Wendung "angsoffen wira Häuseltschick" (= völlig betrunken). RS

hammas

Ich moechte die Patenschaft fuer "hammas" verwendet als "wie hammas heut" = "wie gehts heut" uebernehmen. Heutzutage hoert man diesen Satz kaum mehr.

Julia Zach

hecken

... bedeutet "stechen". Beispielsatz: "Mi hod a Huanaus (Hornisse) gheckt."

Peter Koller

Das Wort "hecken" ist genauso wie "hacken" mit "hauen" verwandt. Während "hacken" soviel wie "intensiv schlagen" bedeutet, meint "hecken" soviel wie "stechen, beißen" (von Bienen, Wespen, Hornissen, Skorpionen, Schlangen etc.). Das Wort wird offensichtlich noch in der Steiermark und in Kärnten verwendet. Wo noch? RS

herdau

Das heisst soviel wie hier herüben und kommt aus dem Waldviertel. Für dieses Wort übernehme ich gerne die Patenschaft.

Karel Sternlieb

hinauf

Ich gehe lieber "hinauf" statt "nach oben", kaufe lieber im "Geschäft" statt "im Laden", manchmal auch "Sonderangebote" (denn "Schnäppchen" finde ich überhaupt nicht "geil"). Danke für die gelungene Initiative - servus!

Peni

hudeln

Ich habe umlängst in der Unterhaltung mit einem anderen Auslandsösterreicher das Wort "hudeln" verwendet, und er hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass er das Wort schon jahrelang nicht mehr gehört hat. Es ist also definitiv vom Aussterben bedroht.

Mag. Andreas Koppensteiner

Delac Buchproduktion, Melita & Robert Sedlaczek, Gyrowetzgasse 7, 1140 Wien, Tel. 0699/12278172.