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Lamentiergatter

... auch: Lamentiergodan, gemeint ist eine Harfe. Gatter ist eine Abzäunung - und wenn ich beim Gartenzaun den Zwischenraum betrachte und bei der Harfe die Saiten ...
Brigitta Knotek
Laterndler

Als Jugendlicher erinnere ich mich in Wien das Wort "Laterndler" oft gehört zu haben, und zwar für einen sehr betrunkenen Menschen, oft in Zusammenhang mit dem Heurigen. Jetzt habe ich es aber schon lange nicht mehr gehört. Wissen Sie, ob es das Wort noch gibt und woher es kommt? Es hat zum "Laterndler" auch ein Zeitwort "laterndeln" gegeben, mit der Bedeutung "ausgehen" oder so ähnlich.
Robert Gerngross
"Laterndl" bedeutet laut Maria Hornung "kleine Flasche", laut Teuschl "Säufernase". Vermutlich heißt "laterndeln" soviel wie "auf Sauftour gehen".
Lavoir

Lavoir bzw. "Lavour", (= die Waschschüssel) bitte noch aufnehmen.
Andreas Priglhuber
Leiberl

Wie wärs mit Leiberl (statt Shirt) und Tuttelkraxn (statt BH). Oder ist das zu mundartlich? Dann halt ich die Goschn bzw. Pappn (und nicht mein Maul). Servus (statt Tschüss, Ciao, See you ...) und Baba,
Walter Renner
Lepschi (auf Lepschi gehen)

"Auf Lepschi gehen" stirbt aus. Als ich unlängst in Wien gegenüber zwei Studenten sagte, dass wir seinerzeit nach der Abendvorlesung auf Lepschi gegangen sind, fragte mich einer: "Wo ist Lepschi?". Er dachte offensichtlich an einen Lokal- oder Ortsnamen. Darauf fragte ich, ob er das Wort "Mulatschag" kenne, sagte er, gehört habe er es schon, aber was es bedeutet, wisse er nicht. So geht es leider vielen altösterreichischen Wörtern ...
Univ.-Prof. Dr. Heinz-Dieter Pohl
Lippel

Hiermit möchte ich die Patenschaft für den "Lüppel" (ungeschickter Mensch) und den "Botznlüppel\" (ein ungeschickter Mensch, der sich beim Essen obotzt) übernehmen. Diese Wörter habe ich noch von meinem Großvater im Innviertel gehört.
Sascha
In Österreich und Bayern ist "Lippel" als Ausdruck für "ungeschickter, grobschlächtiger Mensch", "Rüpel", "Lümmel" einmal recht weit verbreitet gewesen, oft auch in der Form "Lüppel", vielleicht in Anlehnung an "Rüpel". Ursprünglich ist "Lippel" eine Koseform zu "Philipp" - daher die Eintragung unter "Lippel". RS
Liwanzen

Eine kleine Süßspeise aus Böhmen stammend, ähnlich den Palatschinken, jedoch kleiner und dicker. Sie werden in einer eigenen Liwanzenpfanne zubereitet. Schmecken herrlich, aber leider fast ausgestorben.
Andreas Hanicak
ledig

Das Wort "ledig" (gesprochen: ledich oder ledi) heißt "nur", "immer": Er is ledich blau = er ist immer betrunken. Dafür bin ich gerne Pate.
Norbert Rast
Das Adjektiv bedeutet bekanntlich im allgemeinen Sprachgebrauch "frei", "unverheiratet". "Dea Sochn bin i ledi" heißt "diese Sache bin ich los."
Hier geht es aber um das Adverb im Sinn von "lediglich". RS
leiwand

Der Urwiener-Ausdruck "leiwand" ist doch viel schöner und sympathischer als "cool".
Norbert Tischelmayer
letz

Das Wort "letz" - wie in: "i bin letz beinand (mir geht es gesundheitlich schlecht)", dieses wort ist urgermanisch, kommt auch in "verletzt" vor, und auch im englischen noch in einigen phrasen - wenn der ball beim aufschlag das netz beruehrt, schreit der kampfrichter nicht "net", wie vile glauben, sondern "let" (der ball ist in seiner flugbahn gehindert), und im britischen pass steht (nicht wörtlich aber sinngemaess): \"...the bearer of this document may travel without let or hindrance...\"
Peter Koller
Das Wort kann in der Internetausgabe des Grimmschen Wörterbuchs nachgeschlagen werden: Grundbedeutung: link, verkehrt. Es war vor allem im Süden des deutschen Sprachraums in Gebrauch, ehe es in Vergessenheit geraten ist. RS
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