                         
Narrenkastl

Als Wienerin, in Krefeld lebend, erfreue ich meine Bekannten immer wieder mit wienerischen Ausdrücken. Ich arbeite hier als Sängerin am Theater und komme eben aus einer sehr laaaaangweiligen Probe, bei der ich immer wieder in mein "Narrenkastl" g'schaut hab (ziellos vor mich hingeblickt habe), für selbiges möchte ich sofort eine Patenschaft übernehmen!! Falls es möglich ist, gleich mehrere Patenschaften zu erfüllen, dann möchte ich unbedingt "Strizzi" (Arbeitsscheuer, Zuhälter) und "Trutscherl" (langsam, schwerfälliges Mädchen) retten! Darf ich das? Mir wäre es eine Riesenfreude als Dreifachpatin im fernen Krefeld(nahe Düsseldorf) zu lustwandeln und ich würde mir größte Mühe geben diese Ausdrücke täglich mehrfach zu benutzen.
Herzliche Grüße von Eurer heimwehgeplagten
Ursula Hennig
Nasenwärmer

Bin geren Pate für "Nasenwärmer" (= Tabakspfeife).
Norbert Rast
Nepp

Das ist ein Nepp = ein Beschiss/sein Geld nicht wert.
Martina
Nettl

Nettl = ein (leicht) ansprechbares Mädel.
Emil Ulrich
Nettl ist eine Koseform zum weiblichen Vornamen Anna mit den Nebenformen Nanette und Annette. Früher haben Frauen, die so geheißen haben, oft als Dienstmädchen gearbeitet. Die Grundbedeutung von "Nettl" dürfte "unbeholfenes, naives Mädchen" sein. RS
nebbich

Das Wort stammt aus dem Jiddischen und bedeutet "minderwertig" oder auch "unbedeutend".
Fritz Köck
nein

Und ewig frotzelt mich ein "nö" oder "nee", sogar viele Erwachsene haben es sich angewöhnt.
Marco
nur

Das Wort "nur", in seiner einschränkenden Bedeutung, ist höchst bedroht. In nahezu jedem Medienartikel findet sich das aus Deutschland stammende "gerade mal" oder "grad mal".
Anonym eingesendet
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