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... wir hatten damals in den frühen 70ern in der volksschule einen spruch: erste klasse: taferlkratzer, zweite klasse: tintenpatzer .... aber wie er weitergeht, weiss ich nicht mehr. kann wer helfen?
Peter Koller
Johann Werfring hat mit vor einiger Zeit 2 Versionen geschickt:
Erstenklassa Toflkrotza
Zweitenklassa Tintnpotza
Drittnklassa feine Herrn
Viertnklassa Saubärn
gemäßigte Version:
Erstenklassa Toflkrotza
Zweitenklassa Tintnpotza
Drittnklassa Engerl
Viertnklassa Bengerl
RS
Tate, Tati

Tate, Tati: früher in Kärnten und in der Steiermark weit verbreitetes Wort für "Vater", kommt immer mehr ab.
In einigen Orten Kärntens gibt es den Brauch des "Tate Hamstrafen" (den Vater nachhause Führen): Am Heiligen Abend, wenn die "Mame" "dahoam" das Essen vorbereitet, wird das "Biable" (der Bub) mit der Laterne losgeschickt, um den "Tate" vom Wirtshaus abzuholen. Auf dem Weg nach Hause erzählt der "Tate" dem "Biablan" so manche "Weisheit".
Werner Sabitzer
In Vorarlberg: "Däta", "Däti". Die Ausdrücke sind so wie "Papa", "Papi" nach den ersten Lauten gebildet, die ein Kleinkind sprechen kann. RS
Tetschn

Wo ist die Tetschn, die Dachtl, die Fotzn hingekommen? Alles Ausdrücke für Ohrfeige.
Norbert Rast
Topfen

Besonders pervers find ich, in einem österreichischen Kochbuch das Wort "Quark" zu finden. Sowas würd ich nit essen!
Meine sämtlichen Rezepte wurden von mir persönlich und per Hand auf "Topfen" ausgebessert.
Helga
Tragatsch

Mühlviertler Ausdruck für Radlbock oder Schubkarren.
Franz Gumpenberger
Tramway

Und was ist mit Tramway? Vielleicht nur in Wien gebräuchlich, aber hier stirbt es auch langsam aus.
Stian Ulrich
Wird von Bim verdrängt, haben die Wiener Linien eingeführt. RS
Trenzbarterl

Das Trenzbarterl sollten wir nicht vergessen.
Brigitte
Unter "trenzen" versteht man in diesem Fall "speicheln", in der Mundart auch "weinen". "Barterl" kommt von "Bart". In Deutschland sagt man Lätzchen. RS
Trottoir

Und was ist mit Trottoir (= Gehsteig)? Vielleicht nur in Wien gebräuchlich, aber hier stirbt es auch langsam aus.
Stian Ulrich
Trullala

Trullala, auch Trulla: dümmliche Person
E. G.
Wohl das weibliche Gegenstück zu Troll, also auch eine behebige, dicke Person. RS
Truthahn und Truthenne

Truthahn und Truthenne sind zwar biologisch keine bedrohte Spezies, wohl aber sprachlich.
Gottfried Kühnelt-Leddihn
Tschentschn

"Tscheantschn" - Kärtner Ausdruck für ein weinerliches, larmoyantes Weibsbild. Gelernt hab ich dieses Wort in meiner Studienzeit, als ich häufig mit Kärntnern zusammen war und ich finde diesen Ausdruck auch lautmalerisch sehr passend! Ich verwende diesen Ausdruck auch heute noch oft und gerne!
Beatrix Forsthuber
Das Verb tschentschn heißt weinerlich jammern, raunzen, ständig nörgeln. RS
Tschesn

Rettet zur "Pupperlhutschn" auch die "Tschesn", auf der sie montiert ist! Vermutlich aus frz. "chaise" (= Sessel).
J. Smrcka
Genau. Wird für altes, klappriges Fahrzeug jeder Art verwendet, vom Fahrrad bis zum Auto. RS
Tschinelle

A Tschinön (Tschinelle) ist eine Ohrfeige.
Peter Wodicka
Tschi|nel|len (meist Mehrzahl) ist ein Schlaginstrument aus zwei tellerförmigen Messingscheiben, auch Becken genannt. Das Wort stammt von ital. cinelli (= kleines Becken) ab und ist nur noch in Österreich und Süddeutschland in Gebrauch. Im übertragenen Sinn bedeutet es "Ohrfeige". RS
Tschocherl, Tschecherl

ein kleines Lokal, Branntweiner oder auch ein verrauchtes kleines Wirtshaus
Hans Loy
Tschuck aufs Guck!

"dschugg auf's gugg" - des sog i aum olaliabst'n, und drum wü i de patnschoft hom.
Birgit
Das Zeitwort "tschucken" heißt "sich schnell bewegen", "laufen", "rennen". Das Wort geht zurück auf mittelhochdeutsch "schucken" (= sich schnell bewegen), eine Nebenform zu "schocken" (= in schwingender Bewegung sein, tanzen, schaukeln). Die Ableitung in Peter Wehle "Sprechen Sie Wienerisch" ist falsch - wie so vieles in diesem Buch. Was heißt "Tschuck aufs Guck" (= aufs Aug) genau? Vielleicht kann Birgit Mustersätze mailen? RS
Tschurifetz(e)n

... nachhören, was das ist, kann man beim Herrn Danzer Georg seelig, kleiner tipp: man brauchts nach dem "akt".
Helmut Peinthor
Tschurtschn

So nennen wir in Kärnten die Tannenzapfen. "Tschurtschndeckel" ist eine liebevolle Bezeichnung für "Hut".
Bernhard Lascy
Es heißt "die Tschurtschn" oder "die "Tschurtsche". Das Wort bedeutet nicht nur "Zapfen von Nadelbäumen", sondern auch "Maiskolben". RS
Tuchent

Zeit meines Lebens wird mein Name damit verwechselt oder es werden Witze darüber gerissen. Das möchte ich nicht missen!
Hans Duchan
Das Wort "Tuchent" stammt von tschechisch duchenka ab. Es ist in Österreich und Bayern gebräuchlich, wird aber von "Zudecke" und "Federbett" verdrängt. "Zudecke" höre ich jetzt öfters in der Werbung. RS
teufeln

Ich möchte das Wort "teufeln" retten. Es bedeutet in etwa "sich eilig wohin bewegen". Es wird z.B. so verwendet: "Wo teufelst denn hin?" d. h. wohin bist du so eilig unterwegs?. Dieser Ausdruck wurde früher bzw. wird noch im Ybbstal (Waidhofen an der Ybbs verwendet).
Gerhard Hovorka
titschgerln

Titschgerln find ich super!! Weiss noch jemand, was das ist? Es ist ein lieber Ausdruck, für die schönste Sache der Welt. Und da übernehme ich die Patenschaft.
Sylvia
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