Unsere-Sprache.at
Home
Bedrohte Wörter
Wort einsenden
Archiv
Veranstaltungen
Bücher
Leseprobe
Sprachkolumne
Prominente
Kontakt

Zweifelsfälle der deutschen Sprache

Durch die Rechtschreibreform ist manches einfacher geworden, und trotzdem ist die Unsicherheit gestiegen. Wer kann schon von sich behaupten, dass er alle Regeln durchschaut? In meiner Sprachkolumne, jeden Mittwoch in der "Wiener Zeitung", befasse ich mich auch mit Zweifelsfällen der deutschen Sprache, wobei die Eigenheiten des österreichischen Deutsch besonders berücksichtigt werden.

Hier finden Sie einen Link zur aktullen Sprachkolumne in der "Wiener Zeitung".

Die älteren Beiträge können auf Grund nachfolgender Inhaltsangaben aufgefunden und abgerufen werden.

Was ist richtig? Gedownloadet? Oder downgeloadet? Jetzt hat auch Microsoft die Wesensmerkmale der deutschen Sprache begriffen. Ich bevorzuge allerdings weiterhin "herunterladen", das Gegenteil heißt "hinaufladen".

Klicken Sie hier!

Wie wird das Panda-Baby von den Pflegern gerufen? Der Ausdrück "Kümel" ist für uns ein Fremdwort. Aber wenn schon das Wort "Kümel" verwendet wird, dann sollte es in den österreichischen Medien richtig geschrieben werden.

Klicken Sie hier!

Verben, die Körperhaltungen ausdrücken, wie "sitzen", "liegen", "stehen", "stecken", "knien", "schweben", "hängen", "hocken", "baumeln", verlangen das Hilfszeitwort "sein", nicht das Hilfszeitwort "haben". Dies gilt auch für alle Komposita wie "dabeisitzen", "gegenüberstehen" etc. Die Regel gilt sowohl für wörtliche als auch übertragene Bedeutungen.

Klicken Sie hier!

"Anna Netrebko bewundert Harald Serafin" - an diesem Satz muss etwas falsch sein. Aber was? Das Subjekt und das Objekt sind vertauscht! Was bei diesem einfachen Beispiel sonnenklar ist, kann bei kompilizierten Satzkonstruktionen zum Problem werden. Wer auf Verständlichkeit Wert legt, sollte darauf achten, dass zuerst das grammatikalische Subjekt steht, dann das grammatikalische Objekt.

Klicken Sie hier!

"Der wache D-Wagen" und "die reitende Artilleriekaserne" sind zwei grammatikalische Fehler nach demselben Muster. Falsche Bezüge nehmen auch in der Medienberichterstattung überhand, dabei wären sie so leicht zu vermeiden.

Klicken Sie hier!

Die Aussprache "Kaffe" statt "Kaffee" reißt auch bei uns allmählich ein. In Deutschland zählt die Schreibung "Kaffe" bereits zu den häufigen Fehlern. Werden auch wir und eines Tages an die Erstbetonung dieses Wortes gewöhnt haben?

Klicken Sie hier!

Wörter wie "Schwammerl", "Glaserl" und "Zuckerl" verlangen in der Mehrzahl ein n. Daran sollten wir uns halten - auch wenn das Österreichische Wörterbuch das Verschlucken dieser Mehrzahlendungen nicht mehr sanktioniert.

Klicken Sie hier!

Die meisten von uns haben es so in der Schule gelernt: "Wenn ist würdelos!" Inzwischen haben aber die Grammatiker dem Wort "wenn" die Würde zurückgegeben. Sie haben erkannt: Dieses Prinzip lässt sich deshalb nicht durchhalten, weil viele Konjunktivformen veraltet klingen und praktisch nicht mehr zu verwenden sind.

Klicken Sie hier!

Schreibt man besser "du" oder "Du"? Und wie ist das mit "sie" und "Sie" beziehungsweise mit "ihr" und "Ihr". Die neue Rechtschreibreform enthält einige harte Nüsse, die nicht leicht zu knacken sind.

Klicken Sie hier!

Seit kurzem darf man Farbeigenschaftswörter wie "orange" und "türkis" auch beugen. Das freut die Journalisten: Wie sollten sie sonst über die Aktivitäten des BZÖ berichten? Auch wir können aber jetzt das sagen, was früher verpönt war: "Ich trage ein oranges Hemd und dazu einen türkises Tuch." Das ist sprachlich in Ordnung - geschmacklich vielleicht nicht.

Klicken Sie hier!

Ich hasse die Formulierung "Tut Leid". Wer nicht einmal Zeit hat, das Wort "mir" zu sagen, der soll es lieber bleiben lassen. In diesem Beitrag wird analysiert, warum die Verkürzung dieser Wendung so unfreundlich klingt. 

Klicken Sie hier!

Was ist richtig: "außer ich", "außer meiner", "außer mir" oder "außer mich". Wer dieses Thema beherrscht, kann jede Wette gewinnen. Denn das Wort "außer" ist ein schwieriger Fall.  

Klicken Sie hier!

An der Herkunft des fremdenfeindlichen "Tschusch" haben sich schon viele Wissenschafter die Zähne ausgebissen. Durch Zufall konnte die Etymologie geklärt werden: Das Wort geht zurück auf einen bosnischen Ausdruck für "Treiber". Dann haben die österreichischen Besatzungssoldaten in Bosnien die Einheimischen so genannt - ganz ohne abwertenden Charakter. Erst später ist daraus ein Schimpfwort geworden. 

Klicken Sie hier!

Wenn ein FPÖ-Politiker mit "heil" grüßt, dann hört man ein Rauschen im Blätterwald - zu Recht! In Vorarlberg ist "heil" hingegen ein harmloser Gruß, ganz ohne politische Nebenbedeutung. 

Klicken Sie hier!

Ein Buchstabe macht den Unterschied aus: Heißt es in Österreich "Wissenschafter" oder "Wissenschaftler"? Hiebei handelt es sich wohl nicht um eine Fahnenfrage. Aber es ist überaus interessant, was da alles mit hineinspielt. 

Klicken Sie hier!

Sollen wir "kosten" eher mit dem Akkusativ oder eher mit dem Dativ verbinden? Auch in dieser Frage ist unser Schulwissen veraltet. Heute ist beides möglich! Ja, wie denn das? 

Klicken Sie hier!

Hier geht es um die Mehrzahlendungen der Feminina auf "-el". Es ist eine unverrückbare Tatsache, dass nur "die Nudeln" richtig ist - also mit einem n. Auch ORF-Moderatoren in Kochsendungen stehen unter dem Verdacht, dass sie das Mehrzahl-n manchmal verschlucken.  

Klicken Sie hier!

Das kleine Wort "halt" mausert sich - es wandert von der Umgangssprache allmählich in die Standardsprache. Und außerdem vom Süden in den Norden. Wir sollten es schätzen und hochhalten! Die Alternative, nämlich "ohnedies" klingt eh ziemlich gespreizt.

Klicken Sie hier!

Der Gedankenstrich ist ein wunderbares Satzzeichen, leider gerät es immer mehr in Vergessenheit. Und am Computer bereitet es uns einige Schwierigkeiten. Hier finden Sie einfache Tipps, wie Sie den Gedankenstrich locker handhaben.

Klicken Sie hier!


Die Österreichische Akademie der Wissenschaften macht es möglich: Jetzt können alle Karl-Kraus-Zitate auf ihre Herkunft überprüft werden. Dabei stellt sich heraus: Vieles, was wir als Kraus-Bonmot zitieren, stammt gar nicht von Karl Kraus. Und das sind die besten unter den falschen Kraus-Zitaten: "Wenn die Sonne der Kultur tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten" und "Der Österreicher unterscheidet sich vom Deutschen durch die gemeinsame Sprache".

Klicken Sie hier!

Manche Redensarten aus der Mathematik oder aus der Physik sind schwer nachzuvollziehen, wenn man sie auf ihren Wahrheitsgehalt abklopft. Dazu gehört auch die Floskel vom "kleinsten gemeinsamen Nenner" . Bei genauer Betrachtung stellt sich diese Wendung als Unsinn heraus. 

Klicken Sie hier!

"Es macht Sinn", "Ich glaube, sie hat die Sache gut gehändelt" oder "Ich finde ihn einen ausgezeichneten Experten ..." - das Denglische wird immer mehr zum Ärgernis. Übersetzungsfehler werden uns als sprachliche Innovation verkauft. 

Klicken Sie hier!

In Österreich sind die Grußformeln politisch aufgeladen. Wer "Grüß Gott!" sagt, bekennt sich zur ÖVP oder zu den christlichen Werten, unter Sozialdemokraten ist "Guten Tag" oder "Grüß Sie" gebräuchlich.  Das Grüßen kann also in Österreich recht kompliziert sein.

Klicken Sie hier!

Wir sind das Volk der Phäaken: Ob wir deshalb zumittag mit "Mahlzeit" grüßen? In der Zeit des Nationalsozialismus soll "M
ahlzeit" dazu gedient haben, um den vorgeschriebenen Hitlergruß zu vermeiden.  

Klicken Sie hier!

Der schon ausgestorben geglaubte Gruß "Habe die Ehre" lebt noch! In der Jugendsprache hat der einstige Gruß gegenüber höhergestellten Persönlichkeiten eine Verjüngungskur durchgemacht. Jetzt ist er aus dem Mund von Jugendlichen zu hören - in der Form "d'ere".  

Klicken Sie hier!

Delac Buchproduktion, Melita & Robert Sedlaczek, Gyrowetzgasse 7, 1140 Wien, Tel. 0699/12278172.